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Die Darstellung grundlegender ethische Prinzipien beinhaltet Richtlinien für Mitglieder-Organisationen der EVTA. Sie formuliert Grundsätze professioneller Ideale, Wertschätzungen und Verhaltensweisen und fördert gegenseitiges Verstehen, das Bewusstsein gemeinschaftlicher Ziele und die größtmögliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit der Mitglieder mit professioneller Qualität. Die Mitglieder der EVTA erkennen folgende Werte an: 1. Grundwerte: Das Mitglied verpflichtet sich, · in allen Bereichen seiner Tätigkeit sich dem Menschen, dem Staat und seinen Gesetzen gegenüber verantwortungsvoll zu verhalten. · seiner Aufgabe der Kunst gegenüber verantwortlich zu handeln und sich von der Hingabe an die Musik, die Kunst, das Singen und die Vermittlung des Singens leiten zu lassen. · die Achtung kultureller Vielfalt als Basis seiner Tätigkeit zu sehen. · sich in allen geschäftlichen Fragen korrekt zu verhalten. 2. Das Wissen: Das Mitglied erkennt an, · dass zeitgemäßes Wissen um sein Fachgebiet die Basis guten Unterrichts ist. Es verpflichtet sich daher, sein Fachwissen in regelmäßiger Fortbildung zu aktualisieren. · dass das Wissen um die alters- und entwicklungsbedingten Probleme der Schüler, ihre Persönlichkeit und ihre Motivation zum Singen eine individuell angepasste Pädagogik erfordert. Es verpflichtet sich daher, sich in Fragen der Pädagogik und der Methodik des Lehrens stets weiter zu bilden. · dass die fortlaufende Evaluierung seiner Arbeit notwendig ist. · In diesem Sinne betrachtet es als seine Pflicht, sein Tun zu hinterfragen, Lücken zu erkennen und Defizite zu verbessern, · offen gegenüber den Erkenntnissen und Erfahrungen anderer zu sein, · sich der Kritik von Kollegen, Schülern, Studierenden und ihrem Publikum auf angemessene Weise zu stellen. 3. Beziehungen:
· Die
Beziehungen zu Kollegen sollen stets von gegenseitiger Wertschätzung
geleitet sein. · nach besten Kräften zu einer guten Arbeitsatmosphäre innerhalb seiner fachlichen Umgebung beizutragen. · Zusammenarbeit mit Kollegen aktiv zu suchen und sich ihrer Kritik als einem lebendigen und hilfreichen Aspekt im Rahmen fachlicher Verantwortung zu stellen. · die Lehrergebnisse anderer Lehrer als solche anzuerkennen und deren Erfolge nicht sich selbst zuzuschreiben. · keine Schüler anderer Lehrer ohne das Mitwissen der Kollegen zu unterrichten. · bei Bekanntwerden von Missständen sich ein verlässliches Bild darüber zu machen und nicht schweigend darüber hinweg zu gehen.
· Die
Beziehung zu den Schülern soll stets von dem Wunsch geleitet sein, ihre
Begabungen und Entwicklung nach Kräften zu fördern. Es
ist meine erste Pflicht für ihre physische und psychische
Gesundheit und Wohlergehen zu sorgen. · eine positive, vertrauensvolle und dem Lernen förderliche Atmosphäre zu schaffen · die Individualität seiner Schüler stets menschlich und methodisch zu respektieren. · auf die Fragen der Schüler zu achten und sie ernst zu nehmen. · eine möglichst realistische Einschätzung der Begabungen seiner Schüler nach bestem Wissen und Gewissen zu geben, sie angemessen zu ermutigen und in ihnen keine falsche Hoffnungen zu wecken oder unrealistische Berufsperspektiven aufzuzeigen. · den Unterricht vor Wettbewerben und Konzerten sowie beim Berufseinstieg unterstützend zu gestalten. · im Hinblick auf geschäftliche Fragen klare Informationen zu geben und klare Abmachungen über gegenseitige Erwartungen und Verpflichtungen zu formulieren. · sie zur Selbstständigkeit zu erziehen, jede Form von Abhängigkeit zu vermeiden und ihre Freiheit zu respektieren, wenn sie eigene Wege gehen wollen. Das Verhalten des Mitgliedes soll vom Leitsatz getragen sein, andere so zu behandeln, wie es selber von ihnen behandelt werden möchte. "Wissen gibt uns Stärke, Prof. Berthold Schmid, Präsident des BDG Angenommen August 2006 in der Mitgliederversammlung der EVTA-Delegierten in Wien, Österreich |